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DE

 

 

Gebläse trifft auf Geschläge

 

Ein Wechselspiel zwischen Klangmalerei, Komposition

und freier Improvisation

 

Lisa Hofmaninger         Sopransaxophon Bassklarinette

Judith Schwarz             Erweitertes Schlagzeug

 

 

„Davul – Zurna“ ist die älteste, bildlich dokumentierte musikalische Spielweise unserer Kulturgeschichte.
Davul bedeutet auf türkisch „Trommel“. Diese geht auf die zweifellige Rahmentrommel zurück, die im gesamten orientalischen Raum verbreitet ist und bei der Erfindung des Jazz-Schlagzeugs Vorbild für die Bass- Drum war. Mit „Zurna“ (türkisch) oder „Surna“ (osmanisch) werden in der Türkei ursprüngliche Doppelrohrblattinstrumente bezeichnet – sogenannte Proto-Oboen.

Die beiden Künstlerinnen Lisa Hofmaninger und Judith Schwarz, die seit einigen Jahren sehr erfolgreich zusammenarbeiten, widmen sich dieser Urform des Zusammenklingens aus dem Osten. Ähnlich wie bei den traditionellen Davul-Zurna-Ensembles treffen „Gebläse“ und „Geschläge“ aufeinander: Vor dem Hintergrund einer Architektur der fernen östlichen Vergangenheit, finden sich Sopransaxophon und Schlagzeug, Bassklarinette und Schlitztrommel im zeitgenössischen Dialog und der außergewöhnlichen Interpretation der beiden Musikerinnen.

Die Musikerinnen verbindet eine intensive Experimentierfreude mit Klängen und unkonventionellen Rollenverteilungen. Das Saxophon, bekannt als Melodieinstrument, wird im nächsten Moment, in dem das Schlagzeug vom pochenden, erdigen Groove in sanfte Melodiebögen wechselt, zum Rhythmusgerüst. Plötzlich entwickelt die Schlitztrommel einen afrikanischen Gesang, den die Bassklarinette dienlich begleitet und mit einer atmosphärischen Improvisation ablöst.

Ausgangsmaterialien für das Zusammenklingen der Musikerinnen sind Eigenkompositionen, Stimmungsbilder und Geschichten, die jedoch immer mit der Akustik und Atmosphäre der Location abgestimmt werden. Unterschiedliche Positionierungen im Raum werden ausgetestet und in die Gesamtperformance eingebunden. Die Klangverliebtheit und kindliche Experimentierfreude mit den Instrumenten bilden die Essenz dieses Ensembles, die den/die ZuhörerIn schlussendlich in den Bann ziehen soll.

 


EN

Blower meets Beater

 

An interplay between onomatopoeia, composition

and free improvisation

 

                                                                 Lisa Hofmaninger         soprano saxophone bass clarintet

 

                                                                    Judith Schwarz             extended drumset

 

„Davul-Zurna“ is the oldest musical lineup depicted in human history. Denoting „drum“ in Turkish, the davul is the ancestor of the double-skinned Middle Eastern frame drum, which in turn has served as a model for the bass drum of a drum set used in jazz music. The Turkish word zurna (surna in Ottoman) denotes a double reed instrument, a precursor to the oboe.

Lisa Hofmaninger and Judith Schwarz continue their successful multi-year collaboration with an examination of this prototypical musical lineup from the Middle East. In their davul/zurna ensemble, drums encounter winds. Set against the backdrop of the ancient past, a soprano saxophone, drum set, bass clarinet and log drum join the contemporary dialog and exceptional interpretation of these two musicians.